2 79,36 €

Joachim Groh

Joachim Groh

Initiator & Verleger

Welche kleine Anekdote zur Arbeit an GROH Design fällt dir ein?
Am besten erzähle ich jetzt eine tolle Geschichte vom MoMA, das mich immer sehr beeindruckt, wenn ich es besuche, oder von der Art Basel.
Aber die größte Inspiration hatte ich auf einer Ausstellung für Baumaterialien in Stuttgart. Wir fuhren dort zu dritt hin: Lenni, Michi und ich. Um den Inhalt unserer ausgewählten Texte zur Geltung zu bringen, suchten wir auch nach einzigartigen und so noch nie gesehenen Materialien. Und dort kamen uns so viele Ideen, dass wir alleine damit viele Prototypen entwickelt haben. Dies war nicht immer einfach, denn die Verarbeitung für unsere Ideen entsprach natürlich nicht dem gewohnten Einsatz. Selbst nachdem wir dafür den richtigen Hersteller gefunden hatten, war es stets ein längerer Weg bis überhaupt die richtige Verarbeitungstechnik entwickelt war und der erste Prototyp stand.

Warum machst du, was du machst?
Ich liebe es, neue Dinge auszuprobieren. Aber nicht zum reinen Selbstzweck. Es geht darum sowohl für sich selbst neue Impulse und Inspiration zu finden, aber auch sie anderen zu geben. Das gilt nicht nur für das Produkt. Das beginnt schon innen im Team. Es ist spannend zu sehen, was in einem selbst und in jedem anderen steckt. Mit den Herausforderungen und Aufgaben zu wachsen und so gemeinsam etwas zu schaffen, das zumindest im Kleinen einzigartig ist, das treibt mich an.

Und was interessiert dich sonst?
Ich interessiere mich für die Verhaltensforschung, weil ich neugierig bin, aber auch fürs Segeln, weil es Spaß macht. Ich habe Informatik studiert, aber was mich im Studium noch mehr interessiert hat, war, dass die Informatik bzw. die Mathematik früher eine Unterdisziplin der Philosophie war. Die Mächtigkeit der Mathematik und auch der Informatik begründen sich also auf der Philosophie. Leider ist dies heute weitgehend vergessen. Darin spiegelt sich bereits der Spannungsbogen, der in vielen Dingen liegt, auch wenn wir geneigt sind sehr schnell in Nullen und Einsen bzw. in Wahr oder Falsch zu denken. Während „sowohl als auch“ oder gar die Negation dessen in Form von „weder noch“ in unserem Gedankenschema selten vorkommen. So wird heute das Thema Datenschutz der Bürger oft mit Technikfeindlichkeit gleichgesetzt während es für mich ein „sowohl“ im Sinne der Errungenschaft der Technik und ein „als auch“ im Sinne der Freiheit bedeuten sollte, nämlich dem Schutz des Bürgers vor Bespitzelung durch den Staat oder übermächtige Unternehmen.

Laura Strathmann

Laura Strathmann

Teamleiterin GROH Design

Ich finde meine Inspiration überall – in Dingen, Situationen, Menschen – und wenn ich etwas sehe, entstehen ständig neue Ideen in meinem Kopf, ob ich will oder nicht. Daher gefällt mir der Spruch „I do not seek. I find.“ besonders. So leicht, wie es klingt, ist es natürlich nicht immer. Aber tatsächlich entstehen viele meiner Ideen für GROH Design dadurch, dass ich einfach mit offenen Augen durchs Leben gehen und mich inspirieren lasse.

Warum machst du, was du machst?
Weil es mir Spaß macht, meine Ideen kreativ umzusetzen und Projekte von der Idee bis hin zum fertigen Produkt entstehen zu sehen. Und weil es ein tolles Gefühl ist, das Endergebnis in den Händen zu halten und sagen zu können: Das hab ich selbst gemacht!

Und was interessiert dich sonst?
Kreativ sein – Schreiben, Nähen, Stricken, Basteln, Goldschmieden – egal was, Hauptsache selbst gemacht.